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Leitfaden Besatz — Feldhase

Feldhasen-Besatz: der Leitfaden Schritt für Schritt

Hegeplan, Wahl der Herkunft, Eingewöhnungsgehege, Zeitpunkt, Gesundheitsvorsorge und Nachkontrolle: was wir vor jeder Hasenlieferung mit unseren Kunden klären.

Feldhasen-Besatz: der Leitfaden Schritt für Schritt

Schritt 1

Vor der Bestellung: Jagdverband, DDT(M) und Hegeplan

Sie möchten Feldhasen in Ihrem Revier aussetzen? Beginnen Sie mit dem Rechtsrahmen, nicht mit der Bestellung. Der Feldhase ist in Frankreich die am stärksten geregelte Niederwildart: Viele Départements sind in Bewirtschaftungseinheiten aufgeteilt, für die ein per Präfekturerlass genehmigter Hegeplan für den Hasen gilt, mit einer Höchstabschussmenge (PMA) und mitunter mit Beschränkungen oder einem Verbot des Aussetzens. Die Regeln des Départements stehen im departementalen Jagdbewirtschaftungsschema (SDGC), und das Ausbringen von Wild in die freie Natur kann einen Antrag bei der DDT(M) erfordern, der nach Stellungnahme des Departements-Jagdverbands (FDC) geprüft wird. Drei öffentliche Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Lage ist: der Hegeplan Feldhase 2020-2026 des Jagdverbands im Département Nord, der Hasen-Anhang zum Jagdbewirtschaftungsplan im Département Drôme für 2026-2027 und der Hegeplan Feldhase im Département Allier (alle auf Französisch). Es sind Beispiele: Maßgeblich sind allein das SDGC und der Hegeplan Ihres Départements.

Ihre Bewirtschaftungseinheit

Fragen Sie Ihren Jagdverband, zu welcher Bewirtschaftungseinheit das Revier gehört und was deren Hegeplan für das Aussetzen von Hasen vorsieht.

Das SDGC ist maßgeblich

Arten, Zeiträume, Gebiete und Bedingungen: Das departementale Schema gilt für alle Inhaber des Jagdrechts im Département.

Herkunftsnachweise

GIBIS, Betrieb Nr. 38001, liefert zu jeder Lieferung das Gesundheitszeugnis und die Rechnung mit Angabe der Herkunft der Tiere.

Schritt 2

Die Herkunft wählen: Junghase aus Frankreich oder Wildfang

Wir bieten zwei Herkünfte derselben Art an, des Feldhasen (Lepus europaeus), die nicht denselben Bedarf decken. Der Junghase aus Frankreich wird in unseren begrünten Gehegen in Chatte im Département Isère aufgezogen: Er wird mit 3 bis 4 Monaten und 2,5 bis 3 kg im Juni und Juli geliefert, zum Preis von 95,00 € pro Stück. Der Wildfang-Hase ist ein adultes Tier aus Fangkampagnen in Ungarn und Rumänien in dichten Wildbeständen; er wird im Winter geliefert, nach Quarantäne und mit Gesundheitszeugnis, als Paar (410,00 €), als Trio (650,00 €) oder als einzelner Rammler (180,00 €). Beide Herkünfte stellen wir auf unserer Seite lebende Feldhasen für den Besatz vor, die Preise der Saison stehen im Hasenkatalog.

Junghase aus Frankreich

Geboren und aufgezogen im Grasgehege in Chatte, geliefert zu Sommerbeginn: die Lösung für kleine Besatzkerne.

Wildfang-Hase

Adulter Wildhase aus Mitteleuropa, im Winter geliefert, als Paar, Trio oder einzelner Rammler: die Lösung für größere Stückzahlen.

Zwei Kalender

Junghasen gehen im Juni und Juli hinaus, Wildfang-Hasen nur im Winter: Der Termin Ihres Vorhabens entscheidet oft über die Herkunft.

Schritt 3

Das Eingewöhnungsgehege: mit eingegrabenem Zaun

Der Feldhase gräbt keinen Bau: Er verbringt den Tag in einer Sasse, einer einfachen Mulde am Boden. Ohne Übergang in einem unbekannten Revier freigelassen, zerstreut er sich schnell und ist in den ersten Tagen Beutegreifern ausgesetzt. Daher die häufig empfohlene Praxis: die Tiere erst in ein Eingewöhnungsgehege, dann in ein großes Gehege zu bringen, bevor sie ganz in die Freiheit kommen. Beim Hasen wie beim Kaninchen ist dieses Gehege eingezäunt, und der Zaun wird eingegraben. Stellen Sie es dort auf, wo es bereits Bodendeckung gibt — Grasstreifen, Brachen, niedrige Hecken — und nicht auf einer kahlen Fläche. Die Dauer der Eingewöhnung legen Sie mit dem Wildtechniker Ihres Jagdverbands fest. Beim Transport verlangt die Qualitätscharta des französischen Verbands der Jagdwildproduzenten (SNPGC), dass die Tiere innerhalb von 24 Stunden nach Verlassen des Zuchtbetriebs ausgesetzt werden: Bereiten Sie das Gehege vor der Lieferung vor, nicht danach.

Eingegrabener Zaun

Ein eingegrabener Zaun erschwert es grabenden Beutegreifern wie Fuchs und Dachs, unter dem Zaun durchzukommen.

Deckung am Boden

Grasstreifen, Brachen und niedrige Hecken zählen mehr als jede Einrichtung: Dort findet der Hase seine Sasse und seine Ruhe.

Innerhalb von 24 Stunden

Das Gehege steht vor Ankunft des Transporters bereit: Die Tiere müssen innerhalb von 24 Stunden nach Verlassen des Betriebs ausgesetzt werden.

Schritt 4

Wie viele Hasen, auf welcher Fläche?

Denken Sie in Dichte auf einer einheitlichen Fläche, nicht in der Zahl gekaufter Tiere. Ein gesundheitlicher Richtwert ist veröffentlicht: Unter 8 bis 15 Hasen je 100 Hektar bleibt ein Bestand gegenüber dem European Brown Hare Syndrome (EBHS) wenig immun und erleidet hohe Verluste im Herbst, darüber sinkt die Sterblichkeit deutlich (epidemiologisches Modell von Lavazza et al., 1997). Ein zu dünn über eine zu große Fläche verteiltes Aussetzen hat daher wenig Aussicht auf Erfolg. Darüber hinaus nennen wir keine Pauschalzahl: Die passende Stückzahl für Ihr Revier legen Sie mit dem Wildtechniker Ihres Jagdverbands fest, auf Grundlage der Frühjahrszählungen und der Kilometer-Abundanz-Indizes (IKA) und in den Grenzen des Hegeplans der Einheit.

Von den Zählungen ausgehen

Frühjahrszählungen und IKA zeigen den vorhandenen Bestand: die Grundlage jeder Berechnung.

Eine gesundheitliche Schwelle

Unter 8 bis 15 Hasen je 100 Hektar schlägt EBHS stärker zu (Lavazza et al., 1997): lieber konzentrieren als verteilen.

Mit dem Wildtechniker

Die endgültige Stückzahl wird mit dem Jagdverband festgelegt, im Rahmen des Hegeplans der Einheit.

Schritt 5

Wann setzt man Feldhasen aus?

Es gibt kein landesweites Datum: Der Zeitraum hängt vom SDGC und vom Hegeplan Ihrer Einheit ab. Der Lieferkalender setzt die andere Grenze: Junghasen aus Frankreich im Juni und Juli, Wildfang-Hasen im Winter während der Fangkampagnen. Allgemein anerkannt ist der Grundsatz, früh genug vor der Jagderöffnung auszusetzen, damit sich die Tiere orientieren können, und die Bejagung auszusetzen oder zu mäßigen, bis sich der Bestand etabliert hat. Partien von Wildfang-Hasen werden früh in der Saison reserviert: Rufen Sie uns unter +33 4 76 38 31 01 an, um die Verfügbarkeit zu erfahren.

Kein landesweites Datum

SDGC und Hegeplan der Einheit bestimmen den Zeitraum: Prüfen Sie beides, bevor Sie Ihren Termin festlegen.

Maßvolle Bejagung

Die Hasenjagd während der Etablierung auszusetzen oder zu mäßigen, gehört zum Vorhaben.

Früh reservieren

Wildfang-Partien sind kontingentiert: Sprechen Sie uns schon im Herbst auf Ihr Vorhaben an.

Schritt 6

Gesundheitsvorsorge: EBHS und Tularämie

Zwei Hasenkrankheiten sollte man kennen. Das European Brown Hare Syndrome (EBHS) wird durch ein hochansteckendes Calicivirus verursacht und verläuft in 7 bis 100 % der Fälle tödlich; das Virus hält sich drei bis vier Monate auf den Feldern, und die Krankheit tritt das ganze Jahr über auf, gehäuft von September bis Dezember; zur Vorbeugung werden Kadaver durch Verbrennung beseitigt (EBHS-Merkblatt des französischen Jagdverbands FNC, verbreitet von der FDC 04, auf Französisch). Die Tularämie ist eine Zoonose, also auf den Menschen übertragbar; unter den Vorbeugemaßnahmen nennt das Merkblatt des französischen Gesundheitsministeriums die Gesundheitskontrolle bei der Einfuhr (Gesundheitszeugnis, Quarantäne) und die Isolierung der Tiere, bevor sie einer Wildpartie zugeführt werden (Merkblatt „Tularémie“ des Gesundheitsministeriums, auf Französisch). Bei GIBIS geht jede Partie mit ihrem Gesundheitszeugnis hinaus; Wildfang-Hasen durchlaufen eine Quarantäne unter tierärztlicher Aufsicht mit serologischen und parasitologischen Untersuchungen und europäischem TRACES-Gesundheitszeugnis. Welche Tests verlangt werden, ist von Département zu Département verschieden: Fragen Sie Ihren Jagdverband.

EBHS

Calicivirus des Hasen, nicht auf den Menschen übertragbar, gehäuft von September bis Dezember: Kadaver durch Verbrennung beseitigen.

Tularämie

Zoonose: Gesundheitszeugnis, Quarantäne und Isolierung vor dem Zusammenführen gehören zu den Vorbeugemaßnahmen.

Zeugnis für jede Partie

Gesundheitszeugnis zu jeder Lieferung; TRACES-Zeugnis und Quarantäne für Wildfang-Hasen.

Schritt 7

Nach dem Aussetzen: beobachten und hegen

Ein Besatzvorhaben beurteilt man im Folgejahr, nicht am Tag der Lieferung. Eine Umfrage des französischen Amts für Jagd und Wildtiere (ONCFS) bei den Jagdverbänden ergab, dass zwei von drei Besatzvorhaben zwischen 1984 und 1994 gescheitert waren (Umfrage zum Fasan — Mayot, Faune Sauvage Nr. 274, 2006): Die Nachkontrolle macht den Unterschied. Lassen Sie die Deckung stehen, setzen Sie die Regulierung der Beutegreifer im gesetzlichen Rahmen fort, bejagen Sie maßvoll und wiederholen Sie die Frühjahrszählungen mit Ihrem Jagdverband, um die Etablierung des Bestands zu messen. Wo ein Hegeplan gilt, regeln Abschussheft und PMA die Hasenjagd. Das allgemeine Vorgehen beim Besatz beschreiben wir auf unserer Seite Besatzwild.

Frühjahrszählungen

Zählen Sie im Folgejahr mit dem Jagdverband nach: die einzige verlässliche Messung des Ergebnisses.

Deckung und Ruhe

Erhalten Sie Grasstreifen und Brachen: Ohne Bodendeckung wird der Hase nicht standorttreu.

Geregelte Bejagung

PMA und Abschussheft, wo ein Hegeplan gilt; überall sonst Zurückhaltung.

Häufig gestellte Fragen

Braucht man eine Genehmigung, um Feldhasen auszusetzen?
Erkundigen Sie sich vor jeder Bestellung bei Ihrem Departements-Jagdverband und der DDT(M). Das departementale Jagdbewirtschaftungsschema und der Hegeplan Feldhase Ihrer Bewirtschaftungseinheit sind für die Inhaber des Jagdrechts verbindlich, und manche Einheiten beschränken oder verbieten das Aussetzen. Das Ausbringen von Wild in die freie Natur kann außerdem einen Antrag bei der DDT(M) erfordern, der nach Stellungnahme des Jagdverbands geprüft wird. Bewahren Sie die Herkunftsrechnung und das Gesundheitszeugnis aus der Lieferung auf.
Wann setzt man Feldhasen aus?
Es gibt kein landesweites Datum: Der Zeitraum hängt vom SDGC und vom Hegeplan Ihrer Einheit ab. Junghasen aus Frankreich werden im Juni und Juli geliefert, Wildfang-Hasen im Winter. In jedem Fall früh genug vor der Jagderöffnung aussetzen und die Bejagung mäßigen, bis sich die Tiere etabliert haben.
Wie viele Feldhasen braucht man je Hektar?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Ein veröffentlichter gesundheitlicher Richtwert setzt die Schwelle, unter der ein Bestand für das European Brown Hare Syndrome anfällig bleibt, bei 8 bis 15 Hasen je 100 Hektar an (Lavazza et al., 1997). Die auszusetzende Stückzahl legen Sie mit dem Wildtechniker Ihres Jagdverbands fest, nach den Frühjahrszählungen und in den Grenzen des Hegeplans.
Junghase aus Frankreich oder Wildfang-Hase: was wählen?
Es ist dieselbe Art, der Feldhase. Der Junghase aus Frankreich (3 bis 4 Monate, 2,5 bis 3 kg, 95,00 € pro Stück) wird in Chatte aufgezogen und im Juni und Juli geliefert. Der Wildfang-Hase ist ein adulter Wildhase aus Mitteleuropa, im Winter geliefert, als Paar (410,00 €), als Trio (650,00 €) oder als einzelner Rammler (180,00 €). Die Wahl hängt von Ihrem Zeitplan, den Stückzahlen und dem ab, was Ihr Hegeplan zulässt.
Welches Eingewöhnungsgehege braucht man für Feldhasen?
Ein eingezäuntes Gehege mit eingegrabenem Zaun in einem Bereich mit Bodendeckung. Häufig empfohlen wird, die Hasen erst in ein Eingewöhnungsgehege, dann in ein großes Gehege zu bringen, bevor sie ganz freikommen. Die Dauer legen Sie mit dem Wildtechniker Ihres Jagdverbands fest, und das Gehege muss vor der Lieferung stehen.

Siehe auch

Planen wir gemeinsam Ihren Feldhasen-Besatz

Fläche, Deckung, Hegeplan Ihrer Einheit, Zeitplan: Sprechen wir vor der Bestellung darüber. Wir beliefern Inhaber des Jagdrechts in ganz Frankreich, mit Gesundheitszeugnis und Herkunftsrechnung. Rufen Sie uns an unter +33 4 76 38 31 01 oder schreiben Sie an gibis@gibis.fr.

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